Janine Tomczyk – Weg zur Mitte

A smiling woman sitting at a table with various massage tools, including a massage gun, a spiky massage ball, and massage accessories, with a light-colored couch in the background.

Was bietest Du Deinen Kunden an?

In meiner Praxis „Weg zur Mitte“ begleite ich Menschen dabei, wieder in Kontakt mit ihrer eigenen Mitte zu kommen. Ich biete ganzheitliche Selbstzahlerleistungen als ergänzendes Angebot zur klassischen Ergotherapie an – individuell, achtsam und ressourcenorientiert.

Meine Arbeit verbindet ergotherapeutisches Fachwissen mit Energiearbeit, psychologischer Beratung und kraniosakraler Körperarbeit. Dabei geht es nicht nur um die Linderung von Symptomen, sondern darum, innere Balance, Stabilität und Selbstwahrnehmung zu fördern. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Herausforderungen und seine Stärken mit – diesen Raum gebe ich bewusst Platz.

Ergänzend biete ich Kurse und Gruppenangebote zur Entspannung, Stressbewältigung und Prävention an. Dazu zählen unter anderem Klangschalenarbeit, geführte Entspannungsreisen, Qigong sowie weitere Methoden, die dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen, den Körper bewusster wahrzunehmen und neue Kraft zu schöpfen.

„Weg zur Mitte“ steht für einen achtsamen Prozess: innehalten, wahrnehmen, stärken – und Schritt für Schritt die eigene Mitte finden.

Wie bist du zu deiner Idee gekommen?

Der Wunsch nach Selbstständigkeit begleitet mich schon sehr lange. Das Konzept meiner Praxis trage ich – in Gedanken nahezu fertig – seit fast 20 Jahren in mir. In dieser Zeit habe ich umfassende Berufserfahrung sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich gesammelt.

Dabei habe ich immer wieder erlebt, dass Menschen mit bestimmten Krankheitsbildern häufig nicht nur auf der körperlichen Ebene Symptome zeigen. Die Ursachen liegen oft tiefer – auf emotionaler, mentaler oder energetischer Ebene. In der täglichen Arbeit wurde mir zunehmend klar, dass ein rein symptomorientierter Ansatz vielen Menschen nicht gerecht wird und dass ein ganzheitlicher Blick oft der Schlüssel ist, um Blockaden zu lösen und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.

Aus diesen Erfahrungen heraus habe ich mich kontinuierlich im Bereich der ganzheitlichen Medizin und ergänzender therapeutischer Methoden weitergebildet. Heute verbinde ich die klassische Ergotherapie mit ganzheitlichen Ansätzen, um Menschen umfassender begleiten zu können.

Mit der Praxis „Weg zur Mitte“ hat sich nun die Möglichkeit ergeben, dieses über viele Jahre gewachsene Konzept in eine eigene Praxis zu bringen – und es genau so zu leben, wie es meiner Überzeugung und meiner Erfahrung entspricht.

Was macht Dir Spaß an Deiner Selbstständigkeit?

An meiner Selbstständigkeit liebe ich vor allem den Freiraum, so arbeiten zu können, wie es wirklich zu mir passt – auf allen Ebenen. Das beginnt bei der Organisation und dem inhaltlichen Konzept und reicht bis hin zur Gestaltung meiner Praxisräume.

Schon die Art, wie ich meine Praxis einrichte und ausstatte, ist Ausdruck meiner Haltung und meiner Überzeugung. Mir war es wichtig, einen Ort mit echtem Wohlfühlcharakter zu schaffen – einen Raum, der Ruhe ausstrahlt, Sicherheit vermittelt und Menschen einlädt, anzukommen. Diese Freiheit, meine Praxis so zu gestalten, wie sie mich und meine Arbeit widerspiegelt, hätte ich in einer Anstellung in dieser Form nicht.

Ich liebe es, dass „Weg zur Mitte“ nicht nur ein Arbeitsplatz ist, sondern ein Raum, der meine Werte, meine Arbeitsweise und meine persönliche Entwicklung sichtbar macht. Genau das erfüllt mich und gibt mir jeden Tag Freude an meiner Selbstständigkeit.

Was sind Deine größten Herausforderungen bei Deiner Selbstständigkeit?

Die größten Herausforderungen lagen für mich vor allem im Vorfeld der Selbstständigkeit, also in der Gründungsphase. Themen wie betriebswirtschaftliche Planung, rechtliche Rahmenbedingungen und unternehmerische Entscheidungen waren Bereiche, auf die man in meinem Hauptberuf kaum bis gar nicht vorbereitet wird.

Gerade am Anfang bedeutete das, sich intensiv in Themen einzuarbeiten, von denen ich zuvor wenig Erfahrung hatte, und Verantwortung für wirtschaftliche Entscheidungen zu übernehmen. Eine zentrale Herausforderung ist dabei auch, die Praxis so aufzustellen, dass sie sich langfristig trägt, wirtschaftlich stabil ist und rentabel arbeiten kann – ohne dabei die eigenen Werte und den ganzheitlichen Ansatz aus den Augen zu verlieren.

Diese Phase war anspruchsvoll, hat mich aber auch sehr wachsen lassen und mir ein neues Verständnis für die Verbindung von therapeutischer Arbeit und Unternehmertum gegeben.

Was hat Dir bei Deiner Selbstständigkeit geholfen?

In der Gründungsphase hatte ich das große Glück, von wunderbaren Menschen und Institutionen begleitet zu werden. An erster Stelle steht für mich die Unterstützung meiner Eltern. Sie waren und sind immer an meiner Seite, glauben an mich und haben mich sowohl emotional als auch ganz praktisch unterstützt. Diese Rückendeckung war und ist für mich unbezahlbar.

Eine zentrale Rolle spielte außerdem mein Steuerberater, dem ich von Herzen dankbar bin. Seine Unterstützung in allen betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fragen war für mich enorm wertvoll. Ohne seine Kompetenz, Geduld und Begleitung hätte ich diesen Weg so nicht gehen können. Was wir in dieser Zeit gemeinsam aufgebaut haben, ist für mich alles andere als selbstverständlich.

Sehr unterstützt hat mich zudem Startup Lausitz. Die dort angebotenen, kostenfreien Kurse im Rahmen der hundertprozentigen Förderung waren für mich äußerst wertvoll. Ich konnte mir fundiertes Wissen in rechtlichen, wirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Themen aneignen – Bereiche, in denen ich zuvor kaum Erfahrung hatte. Diese Angebote haben mir Sicherheit gegeben und ich würde sie jeder gründungsinteressierten Person uneingeschränkt weiterempfehlen.

Neben der fachlichen und organisatorischen Unterstützung hat mich vor allem mein unerschütterlicher Glaube und mein tiefes Vertrauen ins Leben durch die Gründungsphase getragen. Das Vertrauen darauf, dass sich die Dinge so fügen, wie sie sich fügen sollen, und dass alles, was geschieht, einen Sinn hat.

Gerade in Momenten, in denen nicht alles so verlief, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte, hat mir diese Haltung geholfen, bei mir zu bleiben. Ich habe Situationen angenommen, ohne mich davon verunsichern zu lassen, und darauf vertraut, dass es einen guten Grund gibt, wenn Wege sich verändern oder Dinge anders kommen als geplant.

Dieses innere Vertrauen hat mich auch durch herausfordernde Phasen getragen und mir Stabilität, Ruhe und Klarheit gegeben – Qualitäten, die heute nicht nur meine Selbstständigkeit, sondern auch meine Arbeit in der Praxis „Weg zur Mitte“ prägen.

Hast Du einen Tipp für andere, die sich selbstständig machen wollen?

Mein wichtigster Tipp: Lass dir nicht zu viel reinreden. Höre auf dein eigenes Bauchgefühl und auf das, was sich für dich stimmig anfühlt. Natürlich ist es sinnvoll, sich Meinungen und Ratschläge anzuhören – und wenn sie für dich Sinn ergeben, kannst du sie integrieren. Aber niemand ist so wie du. Manchmal ist gerade der eigene, vielleicht unkonventionelle Weg genau das, was dich einzigartig macht. Selbstständigkeit bedeutet, sich selbst zu verwirklichen – nicht, es anderen recht zu machen.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist der Aufbau eines guten Netzwerks. Suche dir Menschen, die dich unterstützen – oder vertraue darauf, dass sie zu dir kommen. Wenn die Entscheidung einmal klar getroffen ist, fügen sich viele Dinge. Ein Netzwerk aus kompetenten Menschen ist essenziell, besonders in Bereichen, in denen das eigene Fachwissen endet. Man muss nicht alles alleine können oder machen. Sich helfen zu lassen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Klarheit.

Außerdem empfehle ich jedem, der auch nur einen Funken in sich spürt, ob Selbstständigkeit ein möglicher Weg sein könnte: Lass dich beraten – und zwar umfassend. Nutze Angebote wie zum Beispiel Startup Lausitz, um Klarheit zu gewinnen. Durch Beratung und Kurse bekommt man ein realistisches Bild davon, was Selbstständigkeit bedeutet. Erst wenn man weiß, worüber man nachdenkt, kann man eine bewusste und sichere Entscheidung treffen – sei es für die Selbstständigkeit, einen anderen Weg oder auch bewusst dagegen.