Maria Herke – Atelier MON Keramik

Was bietest du deinen Kund: innen?

Ich biete handgefertigte Keramik-Unikate, bei denen der Ton zeigen darf, was er ist. Nämlich ein Naturprodukt mit Charakter. Momentan experimentiere ich noch sehr viel. Am meisten mag ich aber, wenn meine Arbeiten klar und reduziert sind, teilweise mit bewusst gesetzten Akzenten. In ein paar Wochen werde ich außerdem für meine Kund:innen Handaufbaukurse anbieten, in denen unterschiedliche Techniken und handwerkliche Grundlagen erlernt werden können. Gleichzeitig darf ein Ort des Austauschs, der Inspiration und der Entschleunigung entstehen. Die Kurse finden in einem geschützten Rahmen statt, in dem die Teilnehmer:innen ohne Leistungsdruck, kreativ sein dürfen und sich bewusst Zeit für sich nehmen können. Am Ende nehmen sie nicht nur selbstgeschaffene Keramikstücke mit nach Hause, sondern auch neue Fähigkeiten und ein gestärktes Selbstvertrauen. Zudem werde ich zu einem späteren Zeitpunkt Kurse an der Drehscheibe anbieten.

Wie bist du zu deiner Idee gekommen?

Kreatives Arbeiten begleitet mich seit meiner Kindheit und hat mein Interesse an gestalterischen Prozessen nachhaltig geprägt. Seit 2023 beschäftige ich mich intensiv mit Keramik, entdecke immer mehr Möglichkeiten mit Ton zu arbeiten und komme davon nicht mehr los. Die Herstellung von Keramiken ist für mich immer wieder herausfordernd und das macht es so spannend. Jeden Tag möchte ich mich gestalterisch weiterentwickeln und Neues ausprobieren. Für mich war das ein bedeutsamer Impuls, meinen Traum umzusetzen, sich selbstständig zu machen und jeden Tag kreativ sein zu dürfen.

Was macht dir Spaß an deiner Selbstständigkeit?

Ich liebe es, Dinge zu gestalten. In der Selbstständigkeit kann ich meinen eigenen Rhythmus finden und mich ausprobieren. Besonders schön ist der Moment, wenn aus einem Stück Ton etwas Persönliches wird, und ich freue mich schon sehr, wenn meine Kursteilnehmer:innen dieses Gefühl kennenlernen. Allgemein zu wissen, dass hier ein Ort entsteht, an den Menschen bewusst kommen, um sich Zeit für Kreativität zu nehmen und in den Austausch zu gehen, erwärmt mein Herz.

Was sind deine größten Herausforderungen?

Die Selbstständigkeit hat mich vor die Aufgabe gestellt, viele neue Rollen gleichzeitig zu übernehmen. Neben Organisation, Marketing und Buchhaltung, war ich zeitweise sogar als Bodenlegerin im Einsatz. Außerdem arbeite ich sehr sicherheitsorientiert und nehme mir bei Entscheidungen bewusst Zeit. Mein Kopf ist jedoch gefüllt mit unzähligen Ideen, die entstehen wollen. Diese Kombination stellte nicht immer eine einfache Balance dar. Daher war der Austausch mit meinem Coach sehr hilfreich. Sie hat mich hier sehr gut aufgefangen und beraten.

Was hat dir bei deiner Selbstständigkeit geholfen?

Mein gestalterischer Hintergrund als Architektin, mein Blick für Form und Proportion und vor allem die Leidenschaft und Neugier, Neues zu entdecken. Außerdem war mir von Beginn an, der Austausch mit anderen Keramikerinnen, Künstler:innen und Gründer:innen wichtig. Das hat mir Sicherheit gegeben.

Hast du einen Tipp für andere, die sich selbstständig machen wollen?

Bleib ehrlich zu dir selbst und deinem Projekt. Fang an, such dir Unterstützung (z.B. bei StartupLausitz), lass dich auf den Prozess ein und gib dir Zeit.